Der Job – Nicht nur für den Geldbeutel wichtig!
Laut der Bundesagentur für Arbeit waren im Februar 2008 3.617.443 Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6. Dazu kommen noch die Menschen, die zwar keine Arbeit haben, aber bei den Behörden nicht als arbeitslos gemeldet sind. Man spricht hier von so genannter verdeckter Arbeitslosigkeit.
Arbeitslosigkeit hat neben ökonomischen, auch andere Folgen für die Betroffenen. So hat das Robert-Koch-Institut festgestellt, dass dauerhaft arbeitslose Menschen, einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand aufweisen und mehr Tage im Krankenhaus verbringen, als Menschen, die in Arbeit sind.
Auch die psychologischen Probleme, die durch Arbeitslosigkeit entstehen können, sind nicht von der Hand zu weisen. Soziale Diskriminierung, Resignation, Selbstzweifel und Isolation stehen hier im Vordergrund. Selbst in der folgenden Generation machen sich die Folgen von Arbeitslosigkeit bemerkbar, da zum Beispiel kulturelles Leben bei den meisten Familie von Arbeitslosen nur einen geringen Stellenwert hat, häufig durch finanzielle Einschränkungen, aber auch durch die häufig damit einhergehende schlechtere Bildung. Das Selbstwertgefühl auch der Kinder von Arbeitslosen ist oftmals schlecht.
Umso wichtiger ist es, alles zu tun, um sich möglichst schnell aus der Arbeitslosenfalle zu befreien. Es gibt verschiedene Formen der Arbeit. Es hilft schon, einen Teilzeitjob anzunehmen, es muss nicht unbedingt ein Vollzeitjob sein. Gerade Alleinerziehenden kommt diese Form der Arbeit entgegen, da so noch genügend Zeit für die Erziehung der Kinder bleibt. Auch Heimarbeit ist hier eine gute Möglichkeit, zu arbeiten und trotzdem zuhause für die Familie da sein zu können.
Verstärkt werden auch Mini-Jobs auf dem Arbeitsmarkt angeboten, bei dem die Verdienstgrenze von 400,- Euro pro Monat nicht überschritten wird. Der Vorteil für den Arbeitnehmer ist hier, dass er in der Regel sein Bruttogehalt voll ausgezahlt bekommt, da er von der Sozialversicherung befreit ist und Abgaben wie Krankenversicherung, Lohnsteuer und Rentenversicherung pauschal vom Arbeitgeber übernommen wird.
Um einen Job zu finden, kann man beispielsweise die Stellenangebote der örtlichen Agentur für Arbeit in Augenschein nehmen, oder sich im Internet bei Jobbörsen informieren. Man hat die Möglichkeit sich über Zeitarbeitsfirmen in Arbeit bringen zu lassen. Bei der Zeitarbeit geht der Arbeitnehmer einen Vertrag mit einem Zeitarbeitsunternehmen ein. Das Unternehmen "verleiht" den Arbeitnehmer an ein Kundenunternehmen. Der Arbeitnehmer erhält sein Geld von seinem Zeitarbeitsunternehmen.
Man kann natürlich auch selbst Stellenanzeigen schalten, um wieder Arbeit zu finden, oder sich direkt bei entsprechenden Unternehmen um eine Anstellung bewerben. Das gleiche gilt natürlich auch für Menschen, die einfach einen Nebenjob suchen. Dazu gehören Nebenverdienste zusätzlich zu einer anderen Beschäftigung, oder Ferienjobs für Schüler oder Studenten, wobei bei Schülerjobs dem Alter des Jugendlichen Rechnung getragen werden muss.
Vor allem ist es wichtig, sich klar zu machen, dass man mit dem Eintritt in die Arbeitswelt sich selbst etwas Gutes tut, sei es seinem Geldbeutel oder seinem Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, gerade hier Eigeninitiative zu zeigen und sich aus der passiven Rolle des Opfers der Arbeitslosigkeit in eine aktive und befriedigende Rolle zu bewegen, in der man wieder an sich und seinen eigenen Wert glauben kann.